
Einsätze
Bitte beachten: Wir berichten nur über ausgewählte Einsätze.
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Einsatz 2026 #39: ABC 2 am 18.07.2026 in Aschheim
Eine alte Apothekerflasche mit Pikrinsäure löste am 18.07. einen Großeinsatz in Aschheim aus. Ein Bewohner eines Einfamilienhauses hatte beim Aufräumen im Keller eine Flasche mit Aufschrift „ACIDE PICRIQUE“ gefunden – zu Deutsch: Pikrinsäure. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der früher zu vielfältigen Zwecken eingesetzt wurde, bspw. als Farbstoff oder in Nachweisreaktionen im pharmazeutischen Bereich. Leider bildet Pikrinsäure bei Alterung und Kontakt mit Metallen auch Ablagerungen, welche extrem explosiv und erschütterungsempfindlich sind, sodass hier große Gefahr bestand.
Der Fachberater des ABC-Zugs wurde zur Bewertung der Lage hinzugerufen, ebenso wie spezialisierte Kräfte des Landeskriminalamts. Gemeinsam wurde festgelegt, dass im vorliegenden Fall die Gefahr einer Explosion zu groß war und das Fläschchen daher ortsnah zerstört werden musste. Hierzu wurde durch die Polizei und Feuerwehr Aschheim ein angrenzendes Feld ausgesucht, auf dem das Fläschchen durch das LKA gesprengt wurde.
Für die Anwohner bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Wir danken allen beteiligten Kräften für die gute Zusammenarbeit.
Bericht des Münchner Merkurs (extern)
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Gemeinsame Übung mit dem CBRNE-Fachdienst des Landkreis Ebersberg
Nachdem in den vergangenen Wochen bereits die Personen-Dekontamination gemeinsam mit der Feuerwehr München und dem Fachdienst CBRNE des BRK Ebersberg beübt wurde, konnten wir nun auch die Verletztendekontaminationsstrecke zusammen mit dem BRK Ebersberg durchgehen.
Im Mittelpunkt standen dabei die Abläufe bei kontaminierten, verletzten Personen: vom geordneten Zuführen über die schonende Dekontamination bis hin zur Übergabe an die weitere medizinische Versorgung. Gerade bei CBRN-Lagen ist ein abgestimmtes Vorgehen zwischen den beteiligten Einheiten entscheidend, damit im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt und wertvolle Zeit gewonnen wird.
Die Übung war zugleich ein wichtiger Baustein im Bereich der Dekon-Stufe III, die in Bayern als erweiterte Dekontamination verstanden wird. Dabei wird ein Standard-Dekonplatz bei Bedarf um zusätzliche Komponenten ergänzt; im Einsatzabschnitt Dekon kann dabei auch die Dekontamination verletzter Personen erfolgen.
Solche gemeinsamen Ausbildungen stärken nicht nur die eigenen Fähigkeiten, sondern auch das Verständnis für die Aufgaben und Kompetenzen der jeweils anderen Organisationen. Nur wer die Schnittstellen kennt, kann sie im Ernstfall schnell, sicher und zielgerichtet nutzen.
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Einsatz 2026 #1: B4 am 01.01.2026 in Haar
Auch das Jahr 2026 begann für den ABC-Zug mit einer Alarmierung kurz nach Mitternacht. Um 0:24 Uhr wurden wir zu einem Tiefgaragenbrand nach Haar gerufen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, doch die starke Verrauchung der gesamten Tiefgarage drohte, sich auf die angrenzenden Wohngebäude auszubreiten. Um Gefahren für die Anwohner auszuschließen, unterstützte der ABC-Zug bei den Belüftungsmaßnahmen. Nach etwa drei Stunden waren die Maßnahmen abgeschlossen.

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Einsätze 2025 #40-42 am 18.08.2025: ABC 2 (Pulver unbek.) in Garching, B3 Person in Haar, ABC B BIO / CHEMIE (Nitrose Gase) in Heimstetten
Am Montag, den 18. August 2025, war der ABC-Zug München-Land gleich in drei Lagen in Folge gefordert:
1. Unbekanntes Pulver in Paket an der Fakultät für Chemie der TU München
Ein Paket mit einer unbekannten pulverförmigen Substanz und unklarem Empfänger an der Fakultät für Chemie der Technischen Universität München sorgte für Unruhe und einen Einsatz. Durch die Analytik des ABC-Zugs – u.a. Dosisleistungsmessung, Massenspektrometrie und PCR (Polymerasekettenreaktion) – konnte eine Gefahr ausgeschlossen und der Stoff eindeutig identifiziert werden.


2. Wohnungsbrand – Messungen vor Ort erforderlich
Kurz darauf folgte ein Einsatz bei einem Wohnungsbrand, bei dem der ABC-Zug zur Brandgasmessung alarmiert wurde.
3. Chemieunfall in Heimstetten – Austritt nitroser Gase
Am Abend kam es im Gewerbegebiet Heimstetten (Kirchheim bei München) zu einem nennenswerten Austritt nitroser Gase – gelber Rauch stieg über einer Halle auf. Der ABC-Zug war in verschiedenen Einsatzabschnitten tätig, wie dem Stellen des Dekontaminationsplatzes für Personal. Parallel wurden mit Hilfe von Daten des Deutschen Wetterdienstes Ausbreitungsberechnungen vorgenommen und Messfahrten mit mehreren speziell dafür ausgestatteten Fahrzeugen koordiniert, sodass mögliche Gefährdungen durch die Ausbreitung frühzeitig evaluiert werden konnten. Hierbei unterstützte uns die Berufsfeuerwehr München mit einem weiteren Erkundungswagen.
Durch die schnelle und effektive Bekämpfung des Austritts konnten weitere Folgen, wie Kontamination von Wohngebieten oder Agrarflächen, vermieden werden. Dementsprechend ist nicht von Folgen für Anwohner von Heimstetten oder in der Region angebaute Lebensmittel auszugehen.

Details des Einsatzes können weiterhin der Pressemeldung der Kreisbrandinspektion als verschiedenen Zeitungsberichten entnommen werden:
Merkur (Extern) – T-Online (Extern) – Abendzeitung München (Extern)
Fazit: Der ABC-Zug war einer ungewöhnlich hohen Einsatzfolge aktiv – von einem möglichen Gefahrstoff im Chemiegebäude der TUM über einen Wohnungsbrand bis hin zu einem großen Austritt nitroser Gase im Industriegebiet. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Kräften für konstruktive Zusammenarbeit.
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Einsatz 2025 #9: ABC 2 am 03.03.2025 in Taufkirchen
Am Montagnachmittag wurde unsere Analytikeinheit von der Feuerwehr Taufkirchen zur Klärung eines unbekannten Geruchs in einer Lagerhalle hinzugezogen. Solche Einsätze sind Routine für den ABC-Zug und können in der Regel in kurzer Zeit durch ungefährliche Ursachen erklärt werden.
In diesem Fall ergaben die Messungen jedoch, dass in der Halle hochgiftiger Phosphorwasserstoff vorhanden war. Die festgestellte Konzentration von 2 ppm Monophosphan lag 20-fach über dem zulässigen Grenzwert für Arbeitsstätten und war in erheblichem Maße gesundheitsschädlich, sodass dringender Handlungsbedarf bestand. Da die Freisetzung jedoch bereits seit mehreren Tagen bestand, hatte sich der Geruch in der gesamten Halle verteilt, weshalb die Quelle zunächst nicht gefunden werden konnte. Daher wurden zur Abarbeitung der Einsatzlage weitere Kräfte der Feuerwehr, des ABC-Zugs, der Polizei und des Rettungsdienstes hinzugezogen.


Um die Ursache ausfindig zu machen, wurde die Halle zunächst durch den Großlüfter der Feuerwehr Taufkirchen belüftet und anschließend durch die Feuerwehr und den ABC-Zug mit hochempfindlicher Messtechnik untersucht. Parallel wurde mithilfe der Drohne des ABC-Zugs nach möglichen Quellen außerhalb der Halle gesucht. Nach längerer Suche konnte der Austrittsort schließlich als der Abwassertank eines in der Halle untergestellten, zu Veranstaltungszwecken umgebauten Busses bestimmt werden. Der Abwassertank war nicht geleert worden und hatte vermutlich zu gären begonnen. Der ursprüngliche Inhalt des Tanks, aus dem heraus sich Phosphorwasserstoff gebildet hatte, konnte nicht mehr bestimmt werden.
Nachdem der Bus ins Freie verbracht und die Halle gründlich belüftet wurde, konnte der Einsatz nach rund fünf Stunden beendet werden. Am Einsatz beteiligt waren rund 50 Kräfte der Feuerwehr, des ABC-Zugs, der Polizei und des Rettungsdienstes.

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Einsatz 2025 #1: B5 am 01.01.2025 in Sauerlach
Um 10 Minuten nach Mitternacht wurde der ABC-Zug zu einem Brand einer Scheune mit angrenzendem Wohngebäude in Sauerlach gerufen. Aufgrund der hohen Brandlast und der Witterungsverhältnisse kam es zu einer starken Ausbreitung des Brandrauchs in die umliegenden Bereiche, welche vom ABC-Zug kontrolliert wurde. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden.
Parallel zu diesem Einsatz kam es um kurz nach 1 Uhr zu einer zweiten Alarmierung zu einem weiteren Brand (B4) in Oberhaching.
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Einsatz 2024 #54: ABC 1 am 18.12.2024 in Unterföhring
Am Nachmittag des 18. Dezember bemerkte eine Bewohnerin eines Mehrparteienhauses in Unterföhring einen intensiven, unangenehmen Geruch nach faulen Eiern im Treppenhaus und Keller des Gebäudes. Die alarmierte Feuerwehr Unterföhring stellte fest, dass der Geruch nicht nur im Haus, sondern auch auf der Straße und in angrenzenden Gebäuden wahrnehmbar war. Zur weiteren Untersuchung wurde der ABC-Zug hinzugezogen.
Die Messungen des ABC-Zugs ergaben, dass der Geruch auf die Freisetzung von Schwefelwasserstoff in der Waschküche des Wohngebäudes zurückzuführen war. Vermutlich hatte eine chemische Reaktion zwischen einem sauren Reinigungsmittel und organischem Material in einem Abfluss diese Freisetzung ausgelöst. Die dabei gemessene Konzentration von rund 100 ppm Schwefelwasserstoff im Kellergeschoss stellte eine erhebliche Gesundheitsgefährdung dar.
Dank der schnellen Ursachenfindung konnte die Feuerwehr die Gefahr zügig beseitigen. Nachdem Entfernung der Ursache und umfassender Belüftung des Gebäudes wurde dieses wieder für die Bewohner freigegeben.
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Einsätze 2024 #35-42 vom 04.09.-12.09.2024
In den Tagen vom 04.09. bis zum 12.09.2024 erlebte der ABC-Zug eine ungewöhnliche Zahl von Einsätzen. Insgesamt wurden wir in neun Tagen zu acht Einsätzen alarmiert.
Während tägliche Alarmierungen bei einigen Feuerwehren üblich sind, wird der ABC-Zug in der Regel nur zu besonderen Einsätzen oder Großschadenslagen alarmiert. Hauptgrund für die erhöhte Alarmierung war eine Häufung von Großbränden (1x B6, 4x B4, 2x B3) im Landkreis. Zu solchen Einsätzen wird ab Stichwort B4 grundsätzlich der Fachberater Gefahrgut des ABC-Zugs alarmiert, ab B5 sogar der gesamte ABC-Zug. Zusätzlich kann uns die Einsatzleitung der Feuerwehr immer aufgrund eigener Einschätzung anfordern. Bei solchen Brandeinsätzen liegen unsere Aufgaben in der Bewertung der Gefahren durch Brandgase und besondere Brandlast, sowie in der Beratung von Einsatzkräften und betroffenen Personen wie bspw. Anwohnern.
Eine solche Einsatzhäufung stellt eine erhebliche Belastung für unsere rein freiwilligen Kräfte dar. Glücklicherweise verfügt der ABC-Zug über mehrere Fachberater, so dass eine 24/7 Verfügbarkeit auch in solchen einsatzreichen Zeiten gesichert ist. Wir danken allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und freuen uns nun über hoffentlich ein paar einsatzfreie Tage!
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Einsatz 2024 #31: ABC THL BIO / CHEMIE am 30.07.2024 in Ismaning
Am Vormittag des 30.07.2024 wurde der ABC-Zug München Land zu einem Chlorgasaustritt im Hallenbad Ismaning gerufen. In der Anlage war aus einer Chlorgasflasche, welche für die Desinfektion des Wassers benutzt wird, größere Mengen des giftigen Chlorgases ausgetreten. Glücklicherweise handelte es sich um eine sehr moderne Anlage, die den Austritt sofort erkannte und einen automatischen Alarm auslöste. Aufgrund des Einsatzstichworts und der Zahl möglicherweise betroffener Personen wurden dennoch zahlreiche Rettungskräfte aus Ismaning, Garching und Aschheim sowie der ABC-Zug München-Land alarmiert.
Die ausgetretenen Dämpfe wurden durch die verbaute Beregnungsanlage niedergeschlagen. Gemeinsam mit der Feuerwehr Ismaning konnte der ABC-Zug die undichte Gasflasche identifizieren und in schwerer Chemikalienschutzkleidung bergen. Abschließende Messungen des ABC-Zugs bestätigten, dass außerhalb des betroffenen Technikraums zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Personen bestand.


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Einsatz 2024 #27: ABC 3 am 26.06.2024 in Unterschleißheim
Ein technischer Defekt an einer Kühlanlage verursachte des Austritt einer größeren Menge des Kühlmittels R134A in einem Supermarkt in Unterschleißheim. Der Markt wurde durch die Feuerwehr Unterschleißheim evakuiert. Sechs betroffene Personen klagten über Atemwegsreizungen und wurden durch den Rettungsdienst versorgt.
Da die Austrittsstelle aufgrund der großen Menge des Kühlmittels sowie dessen starken Verdampfung nicht vollständig versiegelt werden konnte, überwachte der ABC-Zug die Einsatzstelle bis die Anlage durch Techniker der Herstellerfirma stillgelegt werden konnte.









